Affektive Störungen, Depression, Zyklothymien (Bipolare Störungen)

Affektive Störungen, Depression, Zyklothymien (Bipolare Störungen)

Der Begriff affektive Störung bezeichnet eine Gruppe von psychischen Störungen, bei denen es über einen längeren Zeitraum hinweg zu Abweichungen von Stimmung und Antrieb gegenüber einem (unscharf abgegrenzten) Normalbereich kommt. Für die Diagnose werden Antrieb, Spontaneität, vegetative Funktionen (Schlafbedürfnis, Appetit, Libido) und soziale Interaktion mitbetrachtet. In diesem Zusammenhang wird der Begriff Affekt im Sinne von Grundstimmung gebraucht.
Ebenso können gleichzeitig Störungen des formalen oder inhaltlichen Denkens und der Wahrnehmung auftreten. Ihre Veränderung kann akut, chronisch oder episodisch auftreten.

Zu den affektiven Störungen gehören

Depressive Episode: Bedrücktheit, Niedergeschlagenheit, Gleichgültigkeit, Antriebsverminderung,

Manische Episode: gehobene oder reizbare Stimmung, Antriebssteigerung über einen bestimmten Zeitraum

Bipolare Episode; Bipolar-I-Störung: Manische und depressive Episoden; Bipolar-II-Störung: Hypomane und depressive Episoden.

Desweiteren können hinzugerechnet werden: Dysthymie: dauerhaft leicht depressive Stimmung;

Zyklothymie: dauerhaft zwischen leicht depressiv und leicht manisch schwankende Stimmung.

Ursachen

Dazu gehören u.a.:
genetische Prädisposition
belastende Kindheitserlebnisse
somatische Erkrankungen
unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW)
Stress/soziale Konflikte
hormonelle Einflüsse

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Prof. Dr. Dr. Erich W. Burrer