Ich-Störungen sind Störungen, bei der die Abgrenzung zwischen dem Ich (selbst) und der Umwelt als „fließen“ wahrgenommen wird. Sie gehen mit Wahrnehmungsstörungen einher, mit einer Störung des formalen Denkens und Sprechens (gehemmte oder gesteigerte Sprechgeschwindigkeit, unlogisch-zerfahrenes Denken und Sprechen), eine Störung des inhaltliches Denken (Verfolgungsängste, bizarre Denkgebäude) oder Beeinflussungs- und Beziehungserleben (alles ist wie künstlich gemacht, undurchsichtige Kräfte beeinflussen das eigene Leben und die Welt).

Erkennbare Wesensänderung
Angebote ambulant für Betroffene
Erkennbare Wesensänderung

In der Frühphase der Erkrankung (Prodromalphase) ändern die betroffenen Jugendlichen oder Erwachsenen oft erkennbar ihr Wesen, sie ziehen sich zunehmend zurück, verhalten sich ungewöhnlich oder wirken emotional instabil und aggressiv. In Schule oder Beruf kommt es oft zum Leistungsknick, in den Beziehungen zu schweren, oft kaum verstehbaren Konflikten. Ich-Störungen gehen für den Betroffenen und sein Umfeld oft mit großen Belastungen einher. Beginnende Störungen werden häufig erst spät erkannt, so dass bereits Auswirkungen im schulischen, beruflichen und persönlichen Bereich aufgetreten sind. Bei schwierigen Krankheitsverläufen mit fortbestehenden Symptomen wird zu schnell von Behandlungsresistenz gesprochen.

Angebote ambulant für Betroffene

Das Privatinum bietet ein diagnostisches und therapeutisches Angebot für Menschen, die an einer Ich-Störung leiden. In ihr können nach Überweisung durch den Arzt Störungen diagnostiziert und behandelt werden. Im Rahmen der Spezialsprechstunde zur Frühdiagnostik bieten wir ambulant den Hilfesuchenden wie den niedergelassenen Kollegen an, die Basisdiagnostik inkl. Bildgebung, EEG und Laboruntersuchungen zu organisieren.

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Prof. Dr. Dr. Erich W. Burrer