Progression statt Stagnation

Das Privatinum bietet die Möglichkeit einer gezielten Krisenintervention, einer Bearbeitung unbewusster Konflikte und einer schnellen wirkungsvollen therapeutischen Progression. In der Akutklinik (Tagesklinik) überwiegt die Beibehaltung der für den Patienten meist wichtigen sozialen Struktur.

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden,
kann man Schönes bauen.
Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832

Eine vorübergehende Herausnahme aus dem Alltag führt in der Regel zu Stressabbau sowie zu einer Selbstreflexion und damit zu einer Veränderung jener Faktoren, welche für die individuelle Beeinträchtigung ursächlich verantwortlich sind. Ressourcen im familiären wie im sozialen Umfeld werden dabei therapiebegleitend genutzt.

Wir bieten Hilfe bei:

Kurzaufenthalte
Akute psychische Krisen
Ich-Störungen
Psychosomatische und komorbide somatische Erkrankungen
Somatisierungsstörungen
Schmerzstörungen
Erschöpfungszustände
Verhaltenssucht (Stoffungebundene Suchterkrankung)
Angststörungen, Phobien, soziale Ängste
Panikstörungen
Zwangsstörungen
Depressionen
Trauma
Persönlichkeitsstörungen
Kurzaufenthalte

Kurzaufenthalte von 3-14 Tagen zur Diagnosestellung, bei reaktiven und psychosomatischen Erschöpfungszuständen (z.B. körperliche Erkrankung, Angstentwicklung), Konflikt Eskalationen, psychosomatischen Krisen (z.B. psychogener Stress mit Hypertonie, Migräneattacken)

Akute psychische Krisen

(z.B.) Posttraumatische Belastungsstörung, depressive Krise, persönlichkeitsbedingte Krise, Anpassungsstörungen, Lebenskrise, Alterserkrankungen (Sinnkrisen, Depressionen) z.B. Adoleszenzkrisen (Identitätskrisen), narzisstische Krisen, suizidale Krise (ohne akute Suizidabsicht), Ichstörung, Identitätskrise, Adoleszenzkrise.

Ich-Störungen

Ich-Störungen haben eigenständige Krankheitsaspekte und werden nicht den Störungen des inhaltlichen Denkens zugeordnet. Merkmale von Ich-Störungen sind Störungen des Erlebens der äußeren Welt und Personen (Derealisation), Störungen des Erlebens der Identität, der Ich-Außenwelt-Grenze (Depersonalisation) Störungen der Ich-Haftigkeit von Erlebtem (“Gedankeneingebung”, “Gedankenentzug”), Fremdbeeinflussungs- und psychotische Erlebnisse.

Psychosomatische und komorbide somatische Erkrankungen

(z.B.) Somatoforme Störungen, Essstörungen, Anorexie und Bulimie, Psychogene Störungen, Dissoziative Störung (Konversionsneurose), Somatische Erkrankungen (komorbid): somatische Begleiterkrankungen bei psychischen Störungen, psychogen ausgelöste körperliche Krankheiten wie Tinnitus, Hormonstörungen oder Bluthochdruck, komorbide psychoonkologische Erkrankungen, Alterserkrankungen (Psychische Alterserkrankungen), Bruxismus

Somatisierungsstörungen
  • Somatisierungsstörung: Wechselnde körperliche Symptome.
  • Undifferenzierte Somatisierungsstörung: Wie die Somatisierungsstörung, aber unvollständige Ausprägung.
  • Hypochondrische Störung: Besorgtes Grübeln über die Möglichkeit, an einer noch unentdeckten Erkrankung zu leiden.
  • Somatoforme autonome Funktionsstörung: Symptomen-komplex, der dem Vegetativum zugeordnet werden kann.
  • Anhaltende somatoforme Schmerzstörung: Chronische Schmerzen, als deren Grundlage psychische Spannungen angenommen werden.
  • Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren: Chronische Schmerzen bei gesichertem Vorliegen einer körperlichen Grundlage, deren Ausdruck und Erlebnisintensität jedoch durch psychische Faktoren geprägt ist.
Schmerzstörungen

Somatoforme und Psychogene Schmerzstörung, Dissoziative Störung (Konversionsneurose), LWS-Syndrom, Fibromyalgie, Gesichtsschmerz, Ischialgie, Muskelschmerzen (Myalgien), Rückenschmerzen, Unterbauchschmerzen, Kopfschmerz,).

Psychische Störungen mit dem Leitsymptom Schmerz stellen für viele Ärzte, auch Schmerztherapeuten, ein diagnostisches Problem dar. Die Diagnose somatoforme Schmerzstörung wird häufig erst nach mehrjähriger Krankheitsdauer und vielen diagnostischen Abklärungen, teilweise auch nach Schädigungen durch medizinische Behandlungsversuche gestellt. Eine genauere Kenntnis der Schmerzentwicklung kann Chronifizierung verhindern. Schlüsselwörter sind auch somatoforme Störung, sexueller Missbrauch, körperliche Misshandlung.

Erschöpfungszustände

(z.B.) Psychogen depressive Erschöpfungszustände (sog. Burnout-Syndrome), Schlafstörungen (Insomnien), Schlafapnoe, internistische Störungen z.B. Hormonstörungen, Fatigue-Syndrom, Kreislaufstörungen.

Verhaltenssucht (Stoffungebundene Suchterkrankung)

(z.B.) Verhaltenssucht (Medien-, Kauf-, Sammel-, Sexual-, Sport-, Arbeits- oder Computerspielsucht), Emotionale Instabilität

Angststörungen, Phobien, soziale Ängste

Generalisierte Angststörungen, Phobien, Ängste bei Ich-Störungen, Phobien wie Herzphobie, Klaustrophobie, Agoraphobie, Verlassenheits- und Versagensängste, Angst hilft uns, Gefahren zu erkennen und auf diese zu reagieren. Doch sie kann außer Kontrolle geraten. Angststörungen entstehen meist durch eine Kombination verschiedener Faktoren. So kann eine genetische Veranlagung dafür vorliegen. Wenn dann noch weitere Faktoren – zum Beispiel belastende Lebensereignisse – hinzukommen, kann dies eine Angststörung auslösen. Bei einer Angststörung wird das alltägliche Leben durch die Angst stark eingeschränkt. Sie kann unterschiedliche Ausprägungen haben:

Phobien: Agoraphobie ist Angst vor Plätzen. In aller Regel ist die Phobie jedoch nicht auf diese Situationen beschränkt. Die Betroffenen können unter verschiedensten Ängsten und Phobien leiden, wie Klaustrophobie (Angst vor engen oder überfüllten Räumen), der Angst bestimmte Plätze oder Orte wie Kaufhäuser und Marktplätze aufzusuchen, mit dem Bus oder Auto zu fahren oder Fahrstühle zu benutzen, aus Angst, nicht “fliehen” zu können.

Bei der Panikstörung wird der Betroffene plötzlich und vollkommen unerwartet von panischer Angst, zu sterben, verrückt zu werden oder die Kontrolle zu verlieren, überfallen. Bei sozialen Ängsten besteht vor allen Dingen die Befürchtung, etwas Peinliches oder Unangenehmes in der Öffentlichkeit zu tun, für das man sich dann schämen müsste. Deshalb wird der Kontakt zu anderen Menschen häufig gemieden.

Es können aber auch eher diffuse Ängste und Befürchtungen bestehen, dass nahen Angehörigen etwas passieren könnte oder dass das Leben an sich negativ verlaufen wird, hierbei spricht man dann von einer generalisierten Angststörung.

In der Behandlung der Angststörungen werden unterschiedliche Zugangswege (Psychotherapie mit Einzelgesprächen und in der Gruppe, medikamentöse und über den Körper wirkende Verfahren) je nach Bedarf einzeln oder in Kombination eingesetzt.

Panikstörungen

Wiederkehrende schwere Angstattacken (Panik), die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken und deshalb auch nicht vorhersehbar sind. Wie bei anderen Angsterkrankungen zählen zu den wesentlichen Symptomen plötzlich auftretendes Herzklopfen, Brustschmerz, Erstickungsgefühle, Schwindel und Entfremdungsgefühle (Depersonalisation oder Derealisation). Oft entsteht sekundär auch die Furcht zu sterben, vor Kontrollverlust oder die Angst, wahnsinnig zu werden. Die Panikstörung soll nicht als Hauptdiagnose verwendet werden, wenn der Betroffene bei Beginn der Panikattacken an einer depressiven Störung leidet. Unter diesen Umständen sind die Panikattacken wahrscheinlich sekundäre Folge der Depression.

Zwangsstörungen

Zwangsstörungen z. B.  Kontrollzwang, Grübelzwang

Zwangsstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter. Es gibt Zwangsstörungen, bei denen Zwangsgedanken im Vordergrund stehen und solche, bei denen Zwangshandlungen den Hauptteil der Symptomatik darstellen.

Zwangsgedanken drängen sich den Betroffenen auf und beschäftigten sie ständig in der gleichen Form. Fast immer sind diese Gedanken bedrohlich oder quälend. Der Versuch, die Gedanken zu unterdrücken, bleibt in der Regel erfolglos.

Zwangshandlungen oder -rituale werden weder als angenehm empfunden, noch dienen sie dazu, an sich nützliche Aufgaben zu erfüllen. Betroffene erleben sie oft als Vorbeugung gegen ein objektiv unwahrscheinliches Ereignis, das ihnen schaden könnte oder bei dem sie selbst Unheil anrichten könnten. Im Allgemeinen erleben die Patienten dieses Verhalten als sinnlos und versuchen daher immer wieder, dagegen anzugehen. Angst, Anspannung oder Ekel sind meist ständig vorhanden und verstärken sich weiter beim Versuch, diese Handlungen zu unterdrücken.

Depressionen

Psychogen depressiver Erschöpfungszustand (sog. Burnout-Syndrom), Affektive Störung, reaktive Depression, Zyklothymie (Bipolare Störung), Dysthymie, bei Persönlichkeitsstörung, Altersdepression.

Wie entstehen Depressionen? Wer ist betroffen?
Depressionen haben in den meisten Fällen mehr als eine einzige Ursache. Körperliche und genetische Einflüsse treten mit psychischen und psychosozialen Auslösern in Wechselwirkung und verstärken sich gegenseitig. Aus der Komplexität dieses Zusammenspiels folgt, dass es weder die typische Depressionen noch den typischen Depressiven gibt.

Körperliche Auslöser
Bei Depressionen ist der Hirnstoffwechsel aus dem Lot geraten. Die Botenstoffe Serotonin und / oder Noradrenalin liegen nicht mehr in der optimalen Konzentration vor. Sie dienen der Kommunikation zwischen den Nervenzellen, helfen uns zum Beispiel Sinneseindrücke zu verarbeiten. Ist das Gleichgewicht dieser Botenstoffe gestört, können die Impulse zwischen den Hirnzellen nicht mehr richtig übertragen werden. Das schlägt sich in den Gefühlen und Gedanken des Betroffenen nieder.

Andere Erkrankungen als Ursache
Auch Krankheiten wie Parkinson, Tumore, eine Schilddrüsenunterfunktion oder Hormonstörungen können Depressionen mitverursachen. Inwieweit die Depression in solchen Fällen als Reaktion auf die Erkrankung entsteht oder die Depression auslösende Ursache ist, lässt sich oft nicht trennscharf feststellen. Auch in diesem Zusammenhang kann von einem Zusammenspiel physischer, psychischer und psychosozialer Faktoren ausgegangen werden.

Reaktion auf Stress
Forschungen haben gezeigt, dass bei chronischem Stress, einem akuten psychischen Trauma oder während einer Infektionserkrankung die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol erhöht ist. Und dass eine erhöhte Stresshormon-Konzentration Verhaltensänderungen verursacht, wie sie auch für Depressionen typisch sind: Denkstörungen, Schlaf- und Appetitstörungen, Verlust des sexuellen Verlangens und eine Verstärkung von Angstreaktionen. Die Veranlagung eines Menschen, davon gehen Depressions-Experten heute aus, spielt für die Entstehung einer solchen Stresshormon-Disbalance, eine wichtige Rolle.

Sind Depressionen endogen oder exogen?
Nicht geklärt ist, ob der Umgang mit Verlusterlebnissen, Stress, Problemen, Krisen nicht effektiv erlernt wurde. Oder ob die genetische, sprich angeborene Veranlagung den größeren Einfluss hat – ob also Erbanlagen in bestimmter Art und Weise zusammenwirken und die Krankheit begünstigen. Vertreter beider Richtungen sind sich einig darin, dass die Anlagen die Anfälligkeit für Depressionen erhöhen, die dann häufig durch den Stress belastender Lebensumstände wie chronischer Arbeitsüberlastung oder durch einschneidende Lebensereignisse ausgelöst werden. Insofern wird nicht mehr zwischen endogen und exogen unterschieden.

Lebensumstände
Studien haben gezeigt, dass etwa ein Drittel aller depressiven Patienten vor Ausbruch ihrer Erkrankung unter belastenden akuten oder auch anhaltenden Lebensereignissen litten. Und dass nach einschneidenden Lebensereignissen, die mit einem Verlust und Rollenwechsel zu tun haben, wie dem Tod eines nahen Verwandten, der Berentung (erzwungen oder vorzeitig) oder der Geburt eines Kindes, das Depressionsrisiko erhöht ist. Zu solchen Be- und Entlastungsfaktoren zählen auch Konflikte beziehungsweise Unterstützung im Freundes- und Familienkreis. Dass solche Aspekte für das Entstehen einer Depression von Bedeutung sein können, ist unstrittig.

“Pille” als Risikofaktor: Auch die Antibabypille kann auf die Stimmung schlagen und Depressionen fördern.

Risikofaktor Perfektionismus
Auch persönliche Eigenschaften wie extreme Leistungsorientierung, hohes Verantwortungsbewusstsein und eine stark selbstkritische, perfektionistische Haltung können die Anfälligkeit für Depressionen erhöhen.

Hinter leichteren Formen der Krankheiten kann ein jahreszeitlich bedingter Lichtmangel stecken, die so genannte Winterdepression.

Trauma

Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Anpassungsstörungen, traumatische Unfallfolgen, Missbrauch, destruktives Mobbing, psychische oder körperliche Gewalterfahrungen.

Die PTBS tritt als eine verzögerte psychische Reaktion auf ein extrem belastendes Ereignis, eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmaßes auf. Die Erlebnisse (Traumata) können von längerer oder kürzerer Dauer sein, wie z.B. schwere Unfälle, Gewaltverbrechen, Naturkatastrophen oder Kriegshandlungen, wobei die Betroffenen dabei Gefühle wie Angst und Schutzlosigkeit erleben und in Ermangelung ihrer subjektiven Bewältigungsmöglichkeiten Hilflosigkeit und Kontrollverlust empfinden.

Typisch für die PTBS sind die sogenannten Symptome des Wiedererlebens, die sich den Betroffenen tagsüber in Form von Erinnerungen an das Trauma, Tagträumen oder Flashbacks, nachts in Angstträumen aufdrängen. Gewissermaßen das Gegenstück dazu sind die Vermeidungssymptome, die meistens parallel zu den Symptomen des Wiedererlebens auftreten: emotionale Stumpfheit, Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit der Umgebung und anderen Menschen gegenüber, aktive Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten. Manchmal können wichtige Aspekte des traumatischen Erlebnisses nicht mehr (vollständig) erinnert werden.

Häufig kommt ein Zustand vegetativer Übererregtheit dazu, der sich in Form von Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhter Wachsamkeit oder ausgeprägter Schreckhaftigkeit manifestieren kann.
Die Störung entsteht als eine mögliche Folge auf das traumatische Ereignis. Solche auslösenden Erlebnisse können nahezu jeden Menschen in tiefe Verzweiflung stürzen, worin ein Unterschied zur Anpassungsstörung besteht, die durch Belastungsfaktoren jeglichen Schweregrades ausgelöst werden kann. Auch durch eine sekundäre Belastung, die durch traumatische Ereignisse verursacht wurde, die andere (z.B. nahe Angehörige) durchlebt haben, können Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung hervorrufen werden. Der neurobiologische Prozess, der bei einer PTBS im Gehirn abläuft, ist bislang nicht hinreichend erforscht.

Über die Hälfte aller Menschen werden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit einem traumatischen Ereignis konfrontiert. Die Wahrscheinlichkeit, im Anschluss an ein traumatisches Erlebnis an einer PTBS zu erkranken, ist unter anderem abhängig von der Art des Traumas. Grundsätzlich ist das Risiko bei durch Menschen hervorgerufenen Traumatisierungen besonders hoch: Nach Vergewaltigung, anderen Gewaltverbrechen und Kriegstraumata erkranken bis zu einem Drittel der Betroffenen an einer PTBS. Naturkatastrophen, Brände, Chemie- oder Verkehrsunfälle und akute körperliche Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Krebserkrankung) können ebenfalls eine Posttraumatische Belastungsstörung auslösen, das relative Risiko liegt in solchen Fällen jedoch deutlich niedriger. Über alle Trauma-Arten gemittelt, erkranken etwa 10% aller von einem Trauma Betroffenen an einer PTBS.

Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörung liegt vor, wenn problematische Persönlichkeitszüge langdauernd vorliegen und bis ins Jugend- oder frühe Erwachsenenalter zurückverfolgt werden können. Sie ist keine Folge einer anderen psychischen Störung, der Wirkung einer Substanz (z.B. Medikamente, Drogen, Gifte) oder einer anderen Erkrankung, beispielsweise einer Kopfverletzung, sondern entsteht unabhängig davon.

Diese können als extreme Form eines Persönlichkeitsstils mit unflexiblen, starren und unzweckmäßigen Eigenschaften betrachtet werden, die dabei die Lebensqualität des Patienten beeinträchtigen, zu (subjektivem) Leid (Depressionen, Sucht, Suizidalität,) oder zu Konflikten mit seiner Umwelt führen (außergewöhnliche Verletzbarkeit, extrem sensitives Verhalten, außergewöhnliche Aufmerksamkeits- oder Geltungsbedürfnis, ausgeprägt soziales Fehlverhalten, massive Abhängigkeit von Menschen, große Zurückgezogenheit, emotionale Instabilität). Die unangepassten Erlebensweisen, Erfahrungsmuster und Verhaltensmuster schränken dabei den Patienten in seiner Zufriedenheit und im Erreichen seiner persönlichen Ziele ein oder führen zu Problemen mit anderen Menschen.

Theorie
Die Persönlichkeit eines Menschen ist die Summe alle seiner psychischen Eigenschaften und Verhaltensmuster, die ihm eine individuelle, wesenseigene Identität verleihen. Die Persönlichkeit umfasst das Gefühlsleben ebenso wie die Wahrnehmung, das Denken und die Beziehung zu anderen Personen. Persönlichkeitszüge unterscheiden Menschen voneinander.

Die Persönlichkeit unterliegt über die gesamte Lebensspanne eines Menschen veränderlichen Prozessen. Sie bildet sich in Abhängigkeit von der genetischen Ausstattung sowie den Lern- und Beziehungserfahrungen besonders in der Kindheit und dem Erwachsenwerden und kann sich auch im mittleren und höheren Lebensalter verändern. So wird beispielsweise die Ausprägung des Temperaments, das von Anfang an in einem gewissen Maße Einfluss auf die Persönlichkeit nimmt, in hohem Maße als biologisch (genetisch, pränatal) vorgegeben betrachtet. Beeinflusst durch Reifung und Erfahrung wird das Temperament bereits ab dem Kleinkindalter als recht stabil angesehen. Die Wahrnehmung und Interaktion mit der Umwelt, die bei der Persönlichkeitsentwicklung eine zentrale Rolle spielt, wird vom Erziehungsverhalten, von Lebensereignissen, Umweltbedingungen und auch der sozialen Unterstützung beeinflusst. Positive wie negative Vorbilder können die Persönlichkeitsentwicklung beeinflussen; ebenso wie Gewalterfahrungen, Vernachlässigung oder besondere Fürsorge. Da es sehr viele verschiedene Einflussfaktoren für die Ausbildung der Persönlichkeit gibt, ist selbstverständlich, dass es einen großen Normalbereich gibt.

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Prof. Dr. Dr. Erich W. Burrer