Adoleszenzkrisen (siehe auch Identitätskrisen)

Jugendliche in der Krise, ein Fall für den Psychiater? In der Adoleszenz haben junge Menschen schwierige Entwicklungsaufgaben zu meistern, Identität und Selbstwertgefühl, Individualität und Autonomie sind herauszubilden. Vielfach geraten sie dabei in eine Krise. Darin ist zwar nicht unbedingt ein Frühzeichen einer nahenden Psychose zu sehen, trotzdem sollten sie bei der Lösung ihrer Entwicklungsaufgaben nicht sich selbst überlassen bleiben. Franz Resch, der Ärztliche Direktor der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrischen Klinik der Universität Heidelberg, plädiert dafür, Jugendkrisen ernst zu nehmen. Schließlich werden in dieser Zeit wichtige Weichen für das spätere Leben gestellt.

Keiner, der „beginnt“, kann wissen, was er in sich finden wird. Wie soll er es auch nur ahnen, da es noch nicht besteht? Mit geliehenen Werkzeugen dringt er in das Leben ein, das „geliehen und fremd, nämlich von anderen“ ist. Wenn er zum ersten Mal plötzlich vor etwas steht, das er nicht erkennt, das ihm von nirgends her kam, erschrickt er sozusagen.

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Prof. Dr. Dr. Erich W. Burrer