Die Bedeutung von körperlicher Aktivität in der Prävention und bei der Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist umfassend untersucht und durch viele klinische Studien bestätigt. Auch bei der Behandlung von affektiven Erkrankungen, wie z.B. einer Depression, wird körperliche Aktivität in Form einer Sport- oder Bewegungstherapie neben pharmakotherapeutischen und psychotherapeutischen Behandlungsformen als Begleittherapie eingesetzt.

Dabei gilt diese Behandlungsform als kostengünstige und nebenwirkungsfreie Therapiemethode. Ihr großer Vorteil liegt darin, dass sie sich in vielfältiger Weise positiv auf die komplexe Pathophysiologie affektiver Krankheitsbilder auswirkt. Auch wenn Sport keinesfalls, wie z.B. bei Herz-Kreislaufrisikofaktoren, die anderen etablierten Therapieverfahren ersetzen kann (1), scheint es gerade bei komorbiden Patienten eine probate Begleittherapie zu sein, um sowohl der kardialen Grunderkrankung als auch den häufigen affektiven Begleitsymptomen nebenwirkungsfrei zu begegnen.

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Prof. Dr. Dr. Erich W. Burrer