Die Psychosoziale Medizin im Privatinum

  • Allgemeine – und Psychosomatische Medizin
  • Psychiatrie und Neurologie, Spez. Neurol. Schmerztherapie
  • Psychotherapeutische Medizin und Sozialmedizin

ERKENNEN UND HEILEN, WENN DIE SEELE  DURCH GEFÜHLE SPRICHT

Für so manche körperliche und seelische Probleme lässt sich vom Facharzt keine Ursache finden. Hier bedarf es einer psychosomatisch-internistischen  oder einer psychiatrisch- neurologischen Abklärung. Oft verstecken sich dahinter emotionale Ursachen.

Von Appetitlosigkeit bis Schlafstörungen und übermäßiger Besorgtheit oder Antriebsstörungen: Nicht selten liegen die Auslöser körperlicher Störungen oder sozialer Konflikte auf mentaler oder emotionaler Ebene. Sie zu entdecken, erfordert mehr als klassische schulmedizinische Untersuchungen.

Dabei schützt die Seele nicht selten ihr Geheimnis, indem sie mit diffusen Symptomen ablenkt.

Hier sorgt die Psychosoziale Medizin in unserer Klinik und Praxis für eine ganzheitliche Sichtweise. Durch sie werden die sozialen Lebensumstände des erkrankten Menschen im Zusammenhang mit der Psyche, dem Körper und der sozialen Umgebung betrachtet.

In der Behandlung spielt somit neben dem möglichen Einsatz von Medikamenten und Psychotherapie die Soziotherapie eine wichtige Rolle, um selbstregulative Prozesse und Resilienz zu bewirken.

So können Symptome verblassen, weil Erkenntnisse über die Erkrankung herausgearbeitet werden, subjektives Erleben mit der/dem Therapeutin/en zusammen erfassbar wird und der leidende Mensch sein Verhalten realitätsgerecht mit dem/der BehandlerIn zusammen ändern kann.

Was muss man sich unter dem Begriff Psychosoziale Medizin vorstellen?

  • Die Psychosoziale Medizin beschäftigt sich mitdenWechselwirkungen von Erkrankungen, die seelische, soziale und körperliche Auswirkungen haben.
  • Behandlungen erfolgen deshalbmultiprofessionell
  • Dies bedeutet, dass verschiedene Verfahren erfolgen, z.B. neurologische, allgemeinärztliche, psychiatrische, psychosomatische und psychotherapeutische.

Der Dialog

Unsere Psychosoziale Medizin erweitert die therapeutischen Möglichkeiten der Psychiatrie und der Psychosomatischen Medizin durch den ich-stärkenden Dialog, der Beziehung und Regulation vereint. Es wird in diesem nicht „verordnet“, sondern vorgeschlagen“. Es wird informiert und erklärt, ob persönlich oder in der Klinikgemeinschaft.

Dies kann auch ein systemischer Dialog sein, in dem Erkenntnis durch Dialog (W. McCulloch 1964) möglich wird.

Kognitiv wirkt ein Dialog, wenn zwischen Arzt oder Therapeut und Patient ein Vertrauensverhältnis besteht (Empathie für den Patienten und Vertrauen dem Therapeuten gegenüber).

Strukturell wirkt auf diese Weise unsere kreative Therapie, die Regulation der Therapien und das Training sozialer Aktivitäten (Milieutherapie), psychosomatisch die Entspannungstherapie, das Selbstwirksamkeits-, Akzeptanz- und Achtsamkeitstraining.

Welche häufigen Krankheitsbilder gibt es in der Psychosoziale Medizin?

Beispiele für körperliche und psychische Symptome, bzw. Hinweise auf mögliche psychische Erkrankungen:

  • Angst
  • Antriebsstörung
  • Appetitlosigkeit
  • Burn-out. Burnout
  • Denkstörungen
  • Depression
  • Entfremdungsgefühle
  • Erkrankungen, die spontan und gravierend sind
  • Essstörungen
  • Gefühllosigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Kränkbarkeit
  • Kreislauf- und Herzbeschwerden
  • Magen-Darmsymptome
  • Misstrauen

Wie sieht ein typischer Behandlungsablauf aus?

Visiten, medizinische Behandlungen, Einzelpsychotherapie und Gruppenpsychotherapie, Kreative Therapie wie Kunsttherapie, Körperpsychotherapie, Gestaltungs-, Musik- und Ergotherapie, Entspannungstherapie, (siehe auch Therapien des Privatinum).

Integratives Setting

Nicht nur die Störung oder Erkrankung sollte in einer Therapie beseitigt werden, der Patient sollte sich seines Körpers und seiner selbst bewusst werden, um damit langfristig zu gesunden. Dazu gehört auch die Beziehung zu wichtigen Menschen seines Lebens, die seine Persönlichkeit (Identität) mitbestimmt haben und/oder mitbestimmen.

Gesamtheitlich geht es darum, dass auf Behandlungen der psychosomatischen und  psychiatrischen Medizin das kybernetische Prinzip „Interaktion“ und „Rückkopplung“ übertragbar ist, somit Information, medikamentöser Impuls, Dialog und therapeutische Beziehung zur Gesundung und zur Heilung (Selbstregulation) beitragen.

Diese interdisziplinäre Medizin mit der Regulation der Integration und Synergie wichtiger Therapien integrierte E. W. Burrer 2000 im Sigma-Zentrum Bad Säckingen (siehe auch Penta-Medizin).

Die Regulation bezieht sich auf die psychosomatische, psychiatrische und somatische Behandlung der erkrankten Person, genauso aber auch auf deren Erkenntnisse in der Psychotherapie, deren Ressourcen, Resilienz*, soziale Beziehungen und körperliche Befindlichkeit. Therapie und Selbstheilung kann sich gegenseitig verstärken und ergänzen.

Indikation

Die Psychosoziale Medizin ist aus integrativer Sicht eine von Information, Dialog und Therapie geprägte Medizin.

Behandelt werden von uns entsprechend psychosomatische, psychosoziale und somatopsychische z. B. schmerzbedingte psychische Erkrankungen.

Wir stellen zunächst die Diagnose, aus der ein Therapieplan abgeleitet wird. Dann werden erforderliche Behandlungen koordiniert. Dazu gehört die Somatische Medizin, die Psychotherapie und die Fachtherapien wie Sozialmedizin, Entspannungstherapie, Körperpsychotherapie, Ergo-, Kunst- und Musiktherapie.

Wir beraten somit sorgfältig, welche Therapien angezeigt sind. Ärztliche Gespräche, Visiten und Psychotherapien erfolgen immer täglich.

Therapieplan

(siehe auch Therapien des Privatinum).

Unsere PatientInnen bekommen einen nach Ihren individuellen Bedürfnissen zugeschnittene Therapie. Es arbeiteten deshalb PsychotherapeutInnen, PsychosomatikerIn, Allgemeinarzt, PsychologIn, NeurologIn, PsychiaterIn, Pflegedienst, Kunst-, Ergo-, Entspannungs-, Musik- und Soziotherapeutin interaktiv zusammen.

  • Visiten mit Verordnungen,systemischer Dialog
  • medizinische BehandlungenB. Diagnostik, Physiotherapie
  • Gruppentherapie z. B. Gesprächstherapie
  • Kreative Therapien B. Kunsttherapie,
  • Einzeltherapie z. B. Gesprächsstherapie
  • Erlebnisaktivierende Therapie z. B. Expositionstraining
  • Entspannungstherapie B. Körpertherapie

Wie sieht die Integration der Fachbereiche aus?

  • Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin durch das Privatinum
  • Allgemeinmedizin, Neurologie und Schmerzbehandlung durch das Privatinum
  • Überwachungsstation im Sigma-Zentrum Bad Säckingen
  • Orthopädie durch die Fachärzte der Klinik Limberger
  • Naturheilbehandlung durch das Privatinum
  • Akupunktur durch das Privatinum

Konsiliarärztliche Betreuung in allen Fächern der Medizin wie Innere Medizin, Gynäkologie, Urologie, HNO durch externe ÄrztInnen

Was sind die Vorteile unseres integrativen Ansatzes

Integrative Medizin [https://www.privatinum.de/info/integrative-und-psychosoziale-medizin/]

Therapien werden an die individuellen Behandlungsfortschritte der PatientInnen sofort angepasst (sogenannte individualisierte oder personalisierte Medizin) Die sozialen Bezüge der PatientInnen werden wenig unterbrochen.

Die Integration der Therapien beginnt beim ersten Gespräch in der Ambulanz oder Klinik und endet in der Nachsorge. Hinzu kommt natürlich die Integration der beteiligten TherapeutInnen. Das Vorgehen entspricht einer interdisziplinären Medizin, die Erich W. Burrer 2000 als Direktor der Oberrheinischen Kliniken [jetzt Median-Kliniken] und Sigma-Zentrum mit Penta-Klinik Bad Säckingen einführte. Dazu kommt der durch das GIP-Institut integrierte systemische Dialog, ein ärztliches Gespräch, das auf der kybernetischen System-  und Erkenntnistheorie basiert.

Interaktive Medizin

Nicht nur die Störung oder Erkrankung sollte in einer Therapie beseitigt werden, der Patient sollte sich auch seines Körpers und seiner selbst bewusst werden, um damit langfristig zu gesunden. Dazu gehört auch die Beziehung zu wichtigen Menschen seines Lebens, die seine Persönlichkeit (Identität) mitbestimmt haben und/oder mitbestimmen.

Gesamtheitlich geht es darum, dass auf Behandlungen der psychosomatischen und psychiatrischen Medizin das kybernetische Prinzip „Interaktion“ und „Rückkopplung“ übertragbar ist. Somit tragen Aufklärung, medikamentöser Impuls, Dialog und therapeutische Beziehung zur Gesundung und zur Heilung (Selbstregulation) bei.

Diese Interaktive Medizin mit der Regulation der Integration und dem Zusammenführen (Synergie) wichtiger Therapien integrierte E. W. Burrer 2000 im Penta-/Sigma-Zentrum Bad Säckingen (siehe auch Penta-Medizin).

Die Regulation bezieht sich auf die psychosomatische, somatische und psychiatrische Behandlung der erkrankten Personen, genauso aber auch auf deren Erkenntnisse in der Psychotherapie, deren Ressourcen, deren Resilienz, deren soziale Beziehungen und körperliche Befindlichkeit. Therapie und Selbstheilung kann sich so interaktiv verstärken und ergänzen.

Gesellschaftliche Prozesse im Bereich der Psychosozialen Medizin

Ein neues Wort beflügelt derzeit unsere Gesellschaft: die Resilienz. Es ist die Vorstellung, Schwierigkeiten durch den Rückgriff auf die eigenen Ressourcen zu meistern.

Interventionen sollen Menschen und Gemeinschaften im Umgang mit sozialen oder persönlichen Krisen stärken. Diesem Anspruch versucht das Penta-Institut (pentainstitut.de) für Psychosoziale Medizin, (ehem. Südwestdeutscher Arbeitskreis für Psychotherapie e. V.) in der Weiterbildung und Fortbildung gerecht zu werden. Klinisch ist unser Ziel, die kreativen Möglichkeiten einer erkrankten Persönlichkeit zu aktivieren, die vernachlässigt wurden (Kreativität, Empathie, Kommunikation, Spiritualität, Ich-Erleben). Gewöhnlich wird der Kranke in seiner Behandlung richtig behandelt, Wissen von ihm aber nur verinnerlicht und nicht umgesetzt. Lernen reicht eigentlich nicht aus, um sich zu ändern. Lernen ist eben Erfahrung (Albert Einstein), Erst das Machen von Erfahrungen  bedeutet einen wirklichen Rückgriff auf eigene Ressourcen. Dazu fehlt den meisten Kranken aber die Zeit und ein entsprechendes Umfeld wie eine Klinik z. B.

Die akut- und teilstationäre Therapie.

Eine Aufnahme erfolgt in unserer Klinik, wenn die Verfassung der/des Patientin/en eine klinische Behandlung erfordert. Die Behandlung bietet die Möglichkeit, Abstand von täglichen Problemen und einem vielleicht belastenden Umfeld zu nehmen. Nach einer ausreichender Besserung kann eine schrittweise Wiedereingliederung in ihren Alltag erfolgen.

Behandlungselemente

(siehe auch Therapien des Privatinum)

Die  Therapie umfasst je nach Indikation folgende Elemente:

  • Achtsamkeitstraining z. B. ACT
  • Entspannungstherapie, Yoga, Körpertherapie
  • Kreatives Gestalten, Gestaltungstherapie
  • Bewegungstherapie
  • Erlebnisaktivierende Therapie (Lösungen und Kompetenzen entwickeln)
  • Aktivitätsgruppe (z. B. Ausflüge, Kochen, …)
  • Soziale Beratung und Soziotherapie (Coaching)
  • Lichttherapie, Biofeedback

Pharmakotherapie

Somatisch wirkende Medikamente

Schmerzmittel, Herz-Kreislaufmedikamente, Magen-Darmmedikamente, Naturheilmittel, Antidementiva etc.

Sie sind eine Gruppe von Medikamenten, die zur Behandlung von Psychosen, Manien, Wahnzuständen eingesetzt werden. Die typischen Antipsychotika, z.B. Haloperidol wirken vor allem über die Blockierung eines Dopamin-Rezeptors. Die Wirkung bei den atypischen Antipsychotika wird über die Blockierung mehrerer Rezeptoren vermittelt. Niedrigpotente Neuroleptika wirken vor allem sedierend und kaum antipsychotisch.

Die Regulierung

Aus dem multiprofessionellen Vorgehen ergibt sich die Aufgabe, Therapien zu ordnen, bzw. zu regulieren:

  • Regulierung der Frequenz der Behandlungen.
  • Regulierung der Toleranz der therapeutisch bedingten Belastungen.
  • Regulierung der emotionalen Belastungen, die sich aus den Erkenntnissen unserer PatientInnen ergeben.
  • Regulierung der Selbstregulation, d. h. der Ressourcen zur Selbstheilung.
  • Regulierung der sozialen Homöostase (Gleichgewicht sozialer Beziehungen)
  • Regulierung somatischer Interaktionen (Stoffwechsel, Kreislauf i.etc.)

Die Ausgewogenheit der Therapien ist Voraussetzung, dass diese gelingen, weniger Behandlungskonzepte, die theoretisch stimmig sind, aber den einzelnen Menschen nicht erfassen. Menschen sind eben keine Schablonen. Sie sind eigene Persönlichkeiten. Dies ist gut so und motiviert uns, deshalb besonders empathisch unseren PatientInnen zu begegnen.

Schritte der Behandlung sind

der therapeutische Dialog

  • ein Dialog des Arztes, Psychologen und Cotherapeuten und des Patienten mit dem Ziel der Stabilisierung seines Körper- und Selbsterlebens

die Regulation der Behandlungen

  • ein durch den Arzt (evtl. mit anderen PatientInnen zusammen) aktivierter Dialog über Abläufe einer Therapie und Regulation derselben)

die Information

  • Behandlung mit Berücksichtigung der Wechselwirkung von Information und Erleben der oder des Patientin/en

die Regulation sozialer Interaktionen

  • eine Regulation persönlicher Beziehungen des Patienten

die medizinische Behandlung

  • Die somatische und medikamentöse Behandlung mit dem Ziel der Ichstärkung

die Psychotherapie

  • Die Selbsterfahrung, Selbsterkenntnis und Verhaltensänderung durch eine Psychotherapie

Das psychotherapeutische Dreieck  des Privatinum

Die Psychosoziale Medizin ist eine von informativen – & somatischen Impulsen, von Dialog & Psychotherapie geprägte Behandlung.

Prof. Dr. Dr. Erich W. Burrer