Passiv-Aggressive Persönlichkeitsstörung

Menschen mit einer passiv-aggressiven (negativistischen) Persönlichkeitsstörung zeigen einen passiven Widerstand gegen soziale und berufliche Leistungsanforderungen oder Anregungen und ein umfassendes Muster pessimistischer Einstellungen. Die Betroffenen nehmen häufig an, ungerecht behandelt, missverstanden und übermäßig stark in die Pflicht genommen zu werden. Sie verhalten sich oft widersprüchlich, indem sie Anforderungen zustimmen, dann aber durch eine Hemmung oder unbewusste Verweigerungshaltung verhindern, dass die Aufgabe erfüllt wird. Sie klagen über ihre „Probleme“ und sind gewissermaßen „mürrisch“. Forschungsarbeiten zu dieser Persönlichkeitsstörung gibt es relativ wenige, weswegen die Diagnose im Allgemeinen mit Vorsicht gestellt wird.

Prof. Dr. Dr. Erich W. Burrer