Was ist Psychotherapie im Privatinum?

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Patientin, lieber Patient,

es gibt Regeln bzw. Empfehlungen in der Psychotherapeutischen Medizin bzw. Psychosomatik [Psychosomatische Medizin] Psychiatrie und Psychotherapie Verhaltenstherapie, Psychodynamische Psychotherapie [Psychoanalyse, Tiefenpsychologie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie] für den Patienten und den Arzt bzw. Psychotherapeuten.

Eine davon ist folgende:
Der Patient verhält sich nicht wie ein Therapeut, dieser nicht wie ein Patient.

Diese Regel wollen wir wie folgt erklären:

  • Wir begeben uns als Therapeuten nicht nur, wie Sie vielleicht richtig vermuten in eine abstinente Haltung.
  • Wir nehmen gegenüber dem Patienten aber auch eine sehr empathische Haltung ein, damit er neben seinen Problemen auch verinnerlichten Vorstellungen, – Bilder und Fantasien mitteilen kann.
  • So kann er äußere Realität (soziale Gegebenheiten) von innerer Realität (Gefühle) trennen.
  • Und er kann persönliche Beziehung (Freundschaft z.B.) von therapeutischen Beziehung (Arzt-Patient-Beziehung) trennen.

Unser therapeutisches Ziel ist es, beim Patienten dessen Wahrnehmungen, dessen Gefühle und dessen Fantasien als seine subjektive Wirklichkeit zu würdigen bzw. Diese mit ihm in ihrer Bedeutung und Symbolik verständlich zu machen.

Der Patient kann – wie alle Menschen dieser Welt – nichts für seine subjektive Wahrnehmung und – Sichtweise, die beide mit anderen Personen weniger zu tun haben. Er kann aber zur Therapie beitragen, indem er Therapeuten während einer Behandlung nicht als Freunde ansieht, genauso wie ein Lehrer seine Freunde nicht als Schüler und diese ihn nicht als Lehrer erleben.

Es geht in der Psychotherapeutischen Medizin also darum, dass jeder Patient nach Möglichkeit wissen sollte, dass er seine Gefühle, Gedanken und Fantasien mit dem Therapeuten besprechen kann und nicht nur damit beschäftigt sein sollte, andere und sich selbst zu bewerten und zu analysieren.

Wenn man diese. Regel beherzigt, stimmen die Voraussetzungen (das Setting) der Behandlung. Ansonsten bleibt dem Patienten nur übrig, sich selbst Antworten auf seine Fragen zu geben, d.h. ohne korrigierende Resonanz und Professionalität des Therapeuten Probleme zu lösen. Dies macht Gesundung schwierig.

Letztlich geht es in einer erfolgreichen Psychotherapie darum, dass der Patient erfährt, wie sein »Ich« und das des Gegenübers getrennt sind und sein müssen, damit er sich seiner selbst bewusst wird, bzw. er und seine Mitmenschen sich wertschätzend, annehmend und liebevoll begegnen.

Mit herzlicher Begrüßung,

Ihr
Erich W. Burrer, Prof. Dr. med

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Prof. Dr. Dr. Erich W. Burrer